EZ 21.8.2006: Wir haben das Minimalziel nicht erreicht


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"Wir haben das Minimalziel nicht erreicht"

Esslingen: Zu wenig Zuschauer bei "Kino auf der Burg" - Kommunales Kino streicht "QueerFilmFestival"

Das diesjährige "Kino auf der Burg" ist am Samstag zu Ende gegangen. Die Veranstalter vom Kommunalen Kino ziehen enttäuscht Bilanz: Von einer Katastrophe ist die Rede.

Von Jochen Blind

Die Organisatoren um Sibylle Tejkl und Stefan Hart hatten alles versucht, das 14. "Kino auf der Burg" doch noch zu einem Erfolg zu machen. Nachdem zur Halbzeit klar war, dass die Besucherzahlen wegen des nasskalten Wetters so miserabel sind wie noch nie, machten sie das einzig Richtige: Mit der Stadt Esslingen wurde vereinbart, die letzten Vorstellungen um eine Woche nach hinten zu verschieben - in der Hoffnung auf besseres Wetter. "Es ging uns dabei nur noch um Schadensbegrenzung", erklären die Koki-Geschäftsführer. Zumindest teilweise ist dieser Plan auch aufgegangen: Beim verschobenen Endspurt war das Wetter deutlich besser, dementsprechend kamen auch mehr Zuschauer.

Knapp 13 000 Besucher gezählt

Letztendlich wurden bei dem von der EZ präsentierten Open-air-Kino knapp 13 000 Besucher gezählt, zuzüglich der Gäste beim Tag des Ehrenamtes. Damit war die Veranstaltung zwar kostendeckend, hat aber nicht die erhofften und dringend benötigten Überschüsse für den Gesamthaushalt des Kommunalen Kinos gebracht. "Wir haben unser Minimalziel nicht erreicht", gesteht Stefan Hart. Die finanzielle Situation des Kinos bleibe weiterhin sehr angespannt: "Aus eigener Kraft werden wir da kaum rauskommen." Künftig müsse noch mehr gespart werden. So wird beispielsweise das alljährliche " QueerFilmFestival " im Oktober gestrichen.

Trotz des schlechten Wetters gibt es aber auch viel Positives vom 14. "Kino auf der Burg" zu vermelden: Die neue Technik hat trotz Kälte und Nässe ohne Probleme funktioniert. Die erstmals betriebene "Cinebar" kam beim Publikum sehr gut an. 164 ehrenamtliche Helfer legten allen Widrigkeiten zum Trotz bis zum Ende hoch motiviert und engagiert Hand an.

"Und die Stimmung unter den Gästen war auch bei allen Vorstellungen toll, schwärmt Tejkl. Ihr Gesamtfazit klingt deswegen fast bitter: "Wirklich alles ist super gelaufen - bis auf das Wetter."

Quelle: Eßlinger Zeitung 21.8.2006