EZ 29.7.2006: Entspannter Start zum großen Filmvergnügen


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Entspannter Start zum großen Filmvergnügen

ESSLINGEN: "Kino auf der Burg" lockt bis 12. August mit einem Dutzend rauschender Nächte für Lichtspiel-Fans

Von Alexander Maier

Endlich mal keine Zitterpartie zum Start: Nachdem das Wetter dem Kommunalen Kino in den vergangenen Jahren allzu häufig einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war der Auftakt des "Kinos auf der Burg" gestern etwas entspannter. Strahlend blauer Himmel hatte den Fans tagsüber Appetit aufs Filmvergnügen unterm Sternenzelt gemacht. Und als gegen Abend zuweilen doch noch etwas dunklere Wolken über der Esslinger Burg aufzogen, konnte das der Begeisterung des Publikums kaum mehr Abbruch tun - Open-Air-Fans wissen schließlich, wie man sich auf jedes Wetter vorbereitet. Und mit der zauberhaften schwedischen Dramödie "Wie im Himmel" stand ein Film auf dem Programm, der wie geschaffen war für einen launigen Kinoabend. So dürfte es gerne weitergehen, immerhin feiert das Kommunale Kino am Sonntag sein 25-jähriges Jubiläum. Mit einem Dutzend Vorstellungen ist das Programm attraktiv wie nie.

Premiere für die neue "Cinebar"

Der gestrige Auftakt des "Kinos auf der Burg", das von der Eßlinger Zeitung präsentiert sowie von der Volksbank Esslingen und Ramazzotti freundlich unterstützt wird, machte schon mal Appetit auf mehr: Viele waren bereits lange vor Einbruch der Dunkelheit auf Esslingens Höhen gepilgert und hatten sich auf der malerischen Wiese des Inneren Burgplatzes oder auf einem der Hochlehnerstühle ein gemütliches Plätzchen. Andere nahmen erst mal an der neuen "Cinebar", die im Rondell Premiere feierte, eine Erfrischung zu sich und prosteten sich mit einem spritzigen Cocktail zu, während die ersten Klänge der Gruppe " Sgt. Pepper " herüber wehten, die das Publikum zum Auftakt des abendlichen Programms mit a cappella gesungenen Hits aus dem schier unerschöpflichen Fundus der Beatles erfreuten. Doch im Mittelpunkt stand natürlich das cineastische Vergnügen. Und wie es sich für ein "Kino auf der Burg" gehört, lief nach Einbruch der Dunkelheit erst mal der Lieblings-Kurzfilm des Esslinger Publikums: Zoltan Spirandellis köstliches Mini-Epos " Der Hahn ist tot ", das in keinem Festivalrepertoire fehlen darf. Höhepunkt des Abends war freilich Kay Pollaks bezauberndes Melodram "Wie im Himmel", das dem Festival gleich zum Start einen ganz besonderen Filmgenuss bescherte.

Heute geht es um 21.45 Uhr weiter mit der Johnny-Cash-Filmbiografie "Walk the Line", bereits ab 20.15 Uhr sorgt die Gruppe " Brian " für Stimmung. Und am morgigen Sonntag bietet das Koki aus Anlass seines 25-jährigen Jubiläums ab 20 Uhr Feen- und Feuerzauber, Livemusik mit der Gruppe " Poems on the Rocks " und ab 22 Uhr die Berlin-Dramödie "Sommer vorm Balkon".

Quelle: Eßlinger Zeitung 29.7.2006 - Verlinkung durch lickert.net.